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Ehemalige Karate-Weltmeisterin in Arnstorf zu Gast

Was hat Karate mit dem Brettspiel Schach zu tun? Auf dem ersten Blick könnte man meinen nicht viel! „Ihr müsst den Wettkampfgegner analysieren, seine Vorlieben austesten und euch eine Strategie für den Wettkampf zurechtlegen. Dies sind grundlegende Elemente, die für jeden Karateka in Wettkampfsituationen entscheidend sein können“, so Maria Weiß (4. Dan). Genau diese Grundlagen vermittelte sie beim überregionalen

Kumite-Lehrgang des Karate-Dojo-Arnstorf e.V., in vier Trainingseinheiten den über 40 Teilnehmern. Kumite bezeichnet im Karate den absoluten Freikampf, bei dem die Übungspartner frei gegenüber stehen, ohne dass Angriffs- oder Abwehrtechniken vorausgesagt werden. Mit speziellen Übungen wurden die Karatekas an bestimmte Wettkampfsituationen herangeführt. Wie kann ich meinen Wettkampfpartner am besten analysieren, welche Techniken wird er in Kampfsituationen anwenden und wie reagiere ich darauf um von den Kampfrichtern eine positive Bewertung zu bekommen? Da sich das Kumite-Sportkarate von dem traditionellen Karate in wesentlichen Punkten unterscheidet, erkannten die Teilnehmer des Lehrgangs sehr schnell, dass es viel Übung und Ausdauer benötigt, um sich in der Kumite-Welt zurechtzufinden, aber „jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt“.

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Dazu war Maria Weiß, die Weltmeisterin, Europameisterin und mehrfache deutsche Meisterin war, genau die richtige Übungsleiterin. Mit ihrer großen Wettkampferfahrung, ihrem außerordentlichen Können und ihrer didaktischen Herangehensweise, führte sie die Teilnehmer, mit unterschiedlichen Gurtgraden, behutsam und schrittweise in die Kunst des Kumite-Sportkarates ein. Am Ende des Lehrgangs wurde allen Teilnehmern bewusst, dass nicht nur körperliche Fitness erforderlich ist um einen Karatepartner im Wettkampf zu bezwingen, sondern auch schachspezifische Elemente, wie eingangs erwähnt, im Kumite-Karate für den Erfolg ausschlaggebend sein können.

Von Engelbert Aigner