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Karatelehrgang mit Leistungsprüfung in Arnstorf

„Stolz und bescheiden sollt Ihr sein!“

 Zufrieden blickte Edelbert Huber, 1. Vorstand des Karate-Dojo-Arnstorf e.V., in die Runde der anwesenden 78 Karatekas aus Bayern und Österreich, die sich in der Turnhalle des Arnstorfer Schulzentrums eingefunden hatten. „Mich freut es außerordentlich, dass so viele Karatekas den Weg nach Arnstorf zu unserem diesjährigen Karatelehrgang gefunden haben und ich wünsche Euch einen abwechslungsreichen Trainingstag“, mit diesen Worten eröffnete er den Lehrgangstag, bevor er das Zepter an die Übungsleiter übergab. Mit den Karatemeistern Wolfgang Weigert, 8. Dan, Präsident des „Deutschen Karate Verbands“ und Präsident des „Bayrischen Karatebundes“ sowie Helmut Körber, 8. Dan, Vizepräsident und Prüfungsreferent des „Bayrischen Karatebundes“ ist es dem Arnstorfer Dojo wieder gelungen ein hochqualifiziertes Trainerteam zu verpflichten.

Nach einigen Aufwärmübungen wurden die Teilnehmer, ihrem Gurtgrad entsprechend, in zwei Trainingsgruppen eingeteilt, welche abwechselnd von den beiden Übungsleitern in insgesamt fünf Trainingseinheiten betreut wurden. Wolfgang Weigert legte seinen Trainingsschwerpunkt auf das Wechselspiel zwischen Spannung und Entspannung bei der Ausführung der einzelnen Karatetechniken, die erst durch die richtige Atemtechnik ihre volle Wirksamkeit entfalten können. Mit den Katas „Heian Shodan und Hangetsu“ veranschaulichte er das Prinzip der richtig eingesetzten Körperspannung und deren Auswirkungen auf die einzelnen Karatetechniken. „Immerwährendes Üben ist der Schlüssel zur Ausführung von perfekten Karatetechniken“, gab er den Lehrgangsteilnehmern als Grundlage für ihre weitere Trainingsarbeit mit.

Helmut Körber vermittelte in seinen Trainingseinheiten, die Wichtigkeit des korrekten Hüfteinsatzes im Zusammenspiel mit den Karatetechniken. „Der richtige Hüfteinsatz ist ein unverzichtbares Element jeder Karatetechnik, das jeder Karateka verinnerlichen sollte“, lehrte er zu den Teilnehmern. Mit verschiedenen Technikkombinationen, der Kata „Sochin“ und den dazugehörigen Partnerübungen veranschaulichte er die Auswirkungen und Wirksamkeit des richtigen Hüfteinsatzes der einzelnen Karatetechniken. „Stolz und Bescheidenheit sind im Karate eng miteinander verknüpft“ teilte Körber den Lehrgangsteilnehmern mit. Stolz bezieht sich auf den persönlichen Fortschritt und die innere Stärke jedes einzelnen Karatekas. Bescheidenheit auf den Respekt vor dem Partner, dem Lehrer und die Bereitschaft zur ständigen Verbesserung, ohne in Selbstgefälligkeit zu verfallen. Dies sind ebenfalls zwei Grundpfeiler des Karatesports, die sich jeder Karateka bewusst sein sollte.

Nach Abschluss der Übungseinheiten wurde es für einige Lehrgangsteilnehmer noch mal spannend. Bei den anstehenden Leistungsprüfungen zum nächsthöheren Gurtgrad, konnten die Prüfungsteilnehmer Ihr Können in den Schüler- und Meistergraden unter Beweis stellen. Aus dem Arnstorfer Dojo traten Jessica Enzinger und Emma Braunstein zum 5. Kyu sowie Walter Stadler zum 4. Kyu an. Alle Prüflinge bestanden die Prüfung und stiegen in die nächsthöhere Leistungsstufe auf.

Bericht: Engelbert Aigner

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